Im Jahr 2010 wiederholt sich der Geburtstag des Schauspielers und Sängers Ernst Busch zum 110. Mal.
Seine Stimme, einmalig und unverwechselbar, prägt sich allen, die ihn, den „Barrikadentauber“ oder
„Roten Orpheus“, jemals in irgendeiner Form gehört haben, unweigerlich für immer ins Gedächtnis ein, sei
es auf Massenkundgebungen im Berlin der 20er Jahre, in den Schützengräben der Spanischen
Interbrigaden, in den Radiosendungen des Exils während der NS-Zeit und des Zweiten Weltkrieges, auf
Schallplatten, auf den Berliner Bühnen der 50er Jahre, aus der Konserve bei der 68iger-Generation in
der Bundesrepublik.
Wir haben die Nachgeborenen aufgerufen, ihre Interpretation, ihre Sichtweise auf das Buschsche Erbe
darzutun. Über 50 Künstler haben zugesagt, sich daran zu beteiligen!
Die ersten Fotos. In den kommenden Wochen werden wir noch weitere Fotos veröffentlichen.

Stefan Körbel an der Gitarre, Foto Markus Mirschel

Dr. Seltsam, Foto Markus Mirschel

Patrick Bartsch, Antonia Bill, Moritz Gottwald, Juliane Fisch von der Schauspielschule "Ernst Busch", Foto Markus Mirschel

Jürgen Scherbera, Foto Markus Mirschel

Lennard Körber und ... , Foto Markus Mirschel

... Natalia Smotritskaia am Klavier, Foto Markus Mirschel

Dr. Dieter Dehm: Textautor, Komponist, Bundestagsabgeordneter und Politiker der Linkspartei, Foto Markus Mirschel
DIE ERNST BUSCH TAGE 2010
6. Mai Eröffnung der Ronald Paris Ausstellung "Künstler sehen Künstler" u.a. mit Zeichnungen von Ernst Busch, Helle Panke, Kopenhagener Straße 76, 10437 Berlin
27. Mai Hilmar Thate singt Brecht und Eisler, Schloss Biesdorf
29. Mai Ernst Busch Fest, Kulturforum Hellersdorf
30. Mai Ernst Busch Matinee, ND-Gebäude
Unsere Unterstützer:


Donnerstag, den 27. Mai Hilmar Thate im Schloss Biesdorf, Alt Biesdorf 55, 12683 Berlin
Samstag, den 29. Mai 2010 ab 11 Uhr
ERNST BUSCH FEST
Kulturforum Hellersdorf, Carola-Neher-Straße 1, 12619 Berlin
Schirmherrin: Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle
Eine Veranstaltung des Freundeskreises Ernst Busch e.V. aus Anlass des 110. Geburtstages des Sängers und Schauspielers Ernst Busch in Kooperation mit dem Fachbereich Kultur des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf
u.a. mit Inge Keller … Klaus, der Geiger… Gina Pietsch … Diether Dehm … Nümmes Straßenmusik … dem Ernst-Busch-Chor Berlin … Lennard Körber … Studenten der Schauspielschule Ernst Busch … Stefan Körbel … Polit-Rap …dem „Singenden Tresen“ … Programm für Kinder und zum Mitsingen … Kinderzirkus Cabuwazi … Filmvorführungen … Ausstellung … Gesprächsrunden … Info- und Buch- u. CD-Verkaufsstände ...
Eintritt: 10,00 Euro / ermäßigt 8,00 Euro
Sonntag, den 30. Mai ab 10:30 Uhr
Der Busch-Chor präsentiert die ERNST BUSCH MATINEE im Münzenbergsaal am 30. Mai von ca. 10:30 -16:00 Uhr im ND-Gebäude am Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin. Sie haben folgende Künstler dafür eingeplant:
... Ernst Busch Chor ... Konzertchor der Berliner Pädagogen ... Hans Beimler Chor ... Schalmeienorchester Fritz Weineck ... Manfred Wekwerth ... Renate Richter ... Stefan Körbel und Michael Letz ... Wolfgang Helfritsch Zimmertheater ... Helmut Heinrich und seine historischen Schallplatten ... Filmvorführung über den 70. Geburtstag Ernst Buschs, Eintritt 3 Euro
Sonntag, den 30. Mai, 16:30 Uhr
KONZERT EWO 2 - das kleine elektronische weltorchester ND-Gebäude, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin
Mit Unterstützung von Helle Panke Berlin e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, DGB Jugend Berlin,
Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V
TROTZ DER VIELEN UNTERSTÜTZER BRAUCHEN WIR NOCH SPENDEN
Ernst Busch (1900-1980) würde im Januar 2010 einhundertzehn Jahre alt werden.
Im Jahre 1900 in proletarische Verhältnisse geboren, hat er diese Herkunft nie verleugnet. Die unverwechselbare Stimme des Sängers und Schauspielers, der Anfang des 20. Jahrhunderts, seines Jahrhunderts, auch „Barrikadentauber“ oder der „Rote Orpheus“ genannt wurde, prägt sich für alle, die ihn jemals in irgendeiner Form gehört haben, unweigerlich für immer im Gedächtnis ein.
Sei es auf Massenkundgebungen im Berlin der zwanziger Jahre, in den Schützengräben der Spanischen Interbrigaden, auf Radio Komintern während der Zeit des Faschismus, auf den Berliner Bühnen des ersten Jahrzehnts der DDR, auf den Schallplatten seiner von ihm selbst ins Leben gerufenen ersten Schallplattenfirma der DDR, bis hin zur Konserve bei den aufmüpfigen 68igern in der Bundesrepublik, live bei den Arbeiterfestspielen der DDR.
Und haben wir da richtig gehört in Heiligendamm, auf dem G8-Gipfel 2007, war da nicht seine Stimme? Sein Ton, seine Sprache, sein Gesang haben etwas Aufrüttelndes, atmen Ernst, Empörung, Klage, Anklage, Zorn, Verdammung, Ironie, Gewißheit, Zuversicht. Verbreiten die Kunde von einer Welt, in der der Mensch dem Menschen kein Wolf mehr ist, wie es Brecht formulierte.
„Vorwärts und nicht vergessen
Worin unsre Stärke besteht …die Solidarität“
heißt es in dem 1931 für den Film „Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt?“ nach einem Text von Bertolt Brecht und der Musik von Hanns Eisler entstandenen Lied. Ernst Busch hat es in vielen Sprachen der Welt gesungen. Seine Interpretationen sind unvergesslich, unnachahmlich.
Wir die Nachgeborenen, hören und singen Lieder von und über Ernst Busch, nehmen seine Interpretation auf oder setzen unsere dagegen und Neues hinzu.
Wir möchten Eure eure Sichtweise auf das Buschsche Erbe, eure Interpretationen und Kommentare kennen lernen und gemeinsam eine Bühne dafür suchen.
Natürlich wollen wir keine Heldenverehrung, keine Nachahmung, keine Elogen.
Wir wollen die Auseinandersetzung mit Themen, die uns am Herzen liegen, und auch Busch nicht fremd gewesen sind, wie soziale Gerechtigkeit, Antifaschismus, wider die Ausbeutung und Fremdenfeindlichkeit, Verantwortung für zukünftige Generationen, für unseren Planeten.
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