Ernst Busch-Gesellschaft e. V.
Der im Frühjahr 1993 als Freundeskreis Ernst Busch e.V. gegründete Verein war eine Reaktion auf die Schließung des bis dato zur Akademie der Künste gehörenden Ernst-Busch-Hauses in Berlin-Pankow durch den Berliner Senat. Unser Verein sorgte zu einer Zeit, in der so mancher sich nicht mehr traute, den Sozialisten Ernst Busch ins öffentliche Gespräch zu bringen und überdies so manches bedeutende Kulturgut in Vergessenheit zu geraten drohte, für Öffentlichkeit.
Ziel unseres Vereins war und ist es, das Wissen und die Kenntnis um Ernst Busch unter den neuen Bedingungen des vereinigten Deutschland zu bewahren. Mit Veranstaltungen, Vorträgen, Filmvorführungen, Lesungen, Konzerten, Gesprächen mit Zeitzeugen und Publikationen bemühen wir uns, diesem Anliegen gerecht zu werden.
Heute sind wir, die wir uns seit Anfang des Jahres 2011 Ernst Busch – Gesellschaft e.V. nennen, über 50 Mitglieder, Streiter und Mitstreiter aus Deutschland und anderen Ländern Europas. Wir sind auf der Suche nach Antworten auf die Fragen unserer Zeit, die in vielem noch dieselben sind, die schon zu Buschs Zeiten bewegt haben. Und natürlich haben wir ebenso wenig wie Busch fertige Antworten parat, aber wir haben streitbare Meinungen dazu. Und angesichts der heutigen sozialpolitischen Verhältnisse steht für uns eines außer Frage: „So wie es ist, bleibt es nicht”.
Wer daran mitwirken möchte, ist herzlich willkommen!
Einige Ergebnisse unserer bisherigen Arbeit:
• Im Jahre 1999 haben wir beim Berliner Senat beantragt, die Grabstätte Ernst Buschs auf dem Friedhof III in Berlin-Pankow in die Liste der Ehrengräber aufzunehmen. Dem gab der Senat im August 1999 statt.
• Im Jahr 2000, dem 100. Geburtsjahr Ernst Buschs errichtete die Gesellschaft aus Spendenmitteln eine Stele am Eingang zum Friedhof Pankow III (Leonhard-Frank-Str.) mit einem von Gerhard Rommel geschaffenen Relief. Die Stele wurde am 20. Todestag von Ernst Busch, dem 8. Juni 2000, enthüllt.
Nach der Enthüllung der Stele für Ernst Busch, 8. Juni 2000 (Dr. Gisela
Grunewald, Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Pankow und Prof. Dr. Jürgen Elsner, Vorsitzender des Freundeskreises Ernst Busch e.V.)
• Im Mai 2000 führten wir ein Internationales
Wissenschaftlich-Künstlerisches Kolloquium unter dem Thema ”Ernst Busch - Schauspieler und Sänger” durch und eröffneten dazu eine gleichnamige
Wanderausstellung.
Die Wanderausstellung bei der Ernst-Busch-Matinee im Mai 2010
• Im Jahr 2000 erschien im Eigenverlag als Ergebnis einer von uns initiierten Veranstaltungsreihe die Broschüre „Nachdenken über Ernst Busch – Sechs Gespräche mit Bewunderern, Freunden und Kollegen”.
• Im März 2003, zum zehnjährigen Bestehen des Vereins gaben wir unter dem Titel ”Ernst Busch - Schauspieler und Sänger, Protokoll eines Kolloquiums” den Bericht des Busch-Kolloquiums 2000 in Buchform heraus.
• Am 6. Juni 2008 organisierten wir eine
Bus-Exkursion zur ehemaligen Künstlerkolonie am Laubenheimer (heute Barnay-) Platz in Berlin-Wilmersdorf.
• Vereinsmitglieder veröffentlichten im Jahr 2006 als Ergebnis jahrelanger Archivarbeiten und Sichtung tausender Dokumente im Berliner trafo-Verlag eine wissenschaftliche Arbeit
„Dichtung und Wahrheit – Die Legendenbildung um Ernst Busch”.
• Am 6. Juni 2009 wurde die von uns aus Spenden finanzierte
Gedenktafel für die Schauspielerin Steffie Spira in der Bonner Straße 9 in Berlin-Wilmersdorf enthüllt – in Anwesenheit der Familie Ruschin, vieler Gäste, Spender, Anwohner und Mitwirkender und in Kooperation mit KünstlerKolonie Berlin e.V.
• Unter dem Motto
„Echo der Nachgeborenen” haben wir zum 110. Geburtstag Ernst Buschs im Jahr 2010 zu den
„Ernst Busch Tagen 2010” in Berlin aufgerufen.31 Künstler und Wissenschaftler sowie 15 künstlerische Gruppen beteiligten sich an den Veranstaltungen im Mai und Juni 2010. So konnten wir das politische und künstlerische Vermächtnis einer der markanten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.
Unsere nächsten Projekte:
- Wir arbeiten an der Herausgabe einer Broschüre „Ernst-Busch-Jahr 2010”, in welcher Berichte, Beobachtungen, wissenschaftliche Beiträge, Kritiken u. vieles mehr aus dem vergangenen Ernst Busch Jahr 2010 dokumentieren werden.
- Für den Herbst haben wir eine Exkursion nach Kiel, die Geburtsstadt Ernst Buschs geplant.
Für beide Unternehmungen können wir Hilfe und Unterstützung brauchen. Sowohl organisatorische als auch finanzielle Unterstützung ist uns willkommen. Wenn Sie uns unterstützen wollen, nehmen Sie Kontakt auf unter
E-Post an die Ernst Busch-Gesellschaft e.V. oder über Jürgen Elsner, Heinestraße 97, 16341 Panketal, oder spenden Sie auf unser Konto-Nr. 1138465200, BLZ 430 609 67 bei der GLS Bank Bochum. (Bitte geben Sie Ihren Namen und die Anschrift an, wir erteilen Spendenbescheinigungen!)
Wir freuen uns auch über neue Mitglieder:
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