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Angebote für Vorträge

Alle Vorträge dauern ca. 1 Stunde und werden mit Hörbeispielen, zum Teil mit Schallplatten-Aufnahmen, Dias oder Filmsequenzen illustriert.

Jürgen Elsner und Carola Schramm:
Dichtung und Wahrheit - die Legendenbildung um Ernst Busch / Über Dokumente gebeugt
Vortrag in drei Teilen

1. Teil: Die Legende von der Enteignung des Verlages „Lied der Zeit“
2. Teil: Die Legende vom Parteiausschluss
3. Teil: Die Legende vom Handeln wider besseres Wissen
Die Folge von Vorträgen, die sich auf umfangreiche Studien in verschiedenen Archiven stützt, behandelt Stoffe der Fama, die im Laufe des hochproduktiven und bewegten Lebensganges Ernst Buschs nach dem zweiten Weltkrieg entstanden.
Aus den großen Konflikten und Auseinandersetzungen zwischen Busch und Trägern der politischen Macht um politische, kulturpolitische und künstlerische Orientierungen, Aufgaben und Strukturen, die keine einvernehmlichen Lösungen fanden, aber dennoch Konsequenzen nach sich zogen, nähren sich einige der Legenden um Buschs Persönlichkeit, deren realen Kern wir aufzuspüren versuchen. Es handelt sich um die Legende von der Enteignung des Buschschen Betriebes “Lied der Zeit”, um die Legende vom Partei-Rausschmiß und um die Legende vom Handeln wider besseres Wissen.


Nicht Orpheus und nicht Tauber, nein - Ernst Busch. Der neue Ton des 20. Jahrhunderts.
Wir hören Ernst Busch, Tondokumente und Kommentierung.

Eine Reihe in fünf Teilen.
Teil 1 Jürgen Elsner: In der Weimarer Republik
Teil 2 Carola Schramm: Aus Deutschland geflohen - in Spanien und anderswo
Teil 3 Helmut Heinrich: Nach dem Krieg - Lieder der Zeit
Teil 4 Renate Hummel: Auf dem Theater - die 50ger Jahre
Teil 5 Roger Reinsch: Aurora - Laßt uns die Zukunft


Jürgen Elsner:
„Mensch, einmal auf dem Boulevard“ – Ernst Busch singt Tucholsky-Lieder Hanns Eislers
Ernst Busch hat Hanns Eisler immer wieder gedrängt, Texte von Kurt Tucholsky für ihn zu vertonen. Eisler hat einige davon schon vor 1933 komponiert, so das berühmte „Anna-Luise“ und die „Ballade von der Wohltätigkeit“. Nach den großartigen Majakowski-Gesängen Eislers, hinreißend von Busch für die Aufführung von Bill-Bjelozerkowskis „Sturm“ 1957 gesungen, komponierte Eisler in einem wahren Liederfrühling etwa drei Dutzend Chansons nach Tucholsky-Texten. Erst vor kurzem wurden die hervorragenden Orchesteraufnahmen dieser Gesänge, Ende Juni/Anfang Juli 1959 unter der Leitung von Walter Goehr hergestellt, veröffentlicht. In den Kommentar zu Komposition und Aufführungen der Chansons werden auch Zeugnisse aus dem Briefwechsel zwischen Busch und Eisler eingebracht.


 
„Lieber Hofsänger Ernst!“ „Mein lieber Hofkomponist“ – Ernst Busch im Briefwechsel mit Hanns Eisler
Hanns Eisler und Ernst Busch hat eine lebenslange Freundschaft verbunden. Sie beruhte auf dem Verständnis für die Einmaligkeit der künstlerischen Fähigkeiten des Partners. Für bestimmte Genres sah Eisler in Busch den einzigen und konkurrenzlosen Interpreten, wie Busch seinem Freund Eisler die einzigartige Fähigkeit nachsagte, kluge Musik zu machen. Aber die Beziehungen zwischen Eisler und Busch waren nicht ohne Konflikte. Mit Busch umzugehen war nicht einfach. Die Ergebnisse ihrer künstlerischen Zusammenarbeit jedoch weisen über die Schwierigkeiten hinaus. In zahlreichen schriftlichen Zeugnissen, die in Archiven aufgehoben sind, spiegeln sich die Interessen und Ansprüche dieser Freundschaft. Musikalische Beispiele machen die Größe der schöpferischen Leistung der beiden Freunde deutlich.
 
Ernst Busch und die Sowjetunion
In Ernst Buschs Leben hat die Sowjetunion eine wichtige Rolle gespielt. Er hat in ihr Zuflucht und großartige Freunde gefunden, mit denen er bis zu seinem Tode verbunden blieb. Rührend ist insbesondere die Beziehung zu Grigori Schneerson, der, selbst Komponist und Musikwissenschaftler, das Genie seines Freundes bewundert. Der Schriftwechsel zwischen Busch und Schneerson stellt gewissermaßen eine Art Chronik für die letzten 30 Jahre der schöpferischen Arbeit Buschs dar. Dem Freunde schrieb Busch auch Schutzfunktion gegen manche Wechselfälle des Lebens zu.
 
Das war Ernst Busch
Das bewegte Leben des großen Schauspielers und Sängers Ernst Busch wird mit unterschiedlichen Beispielen aus seinem reichen Liederschatz, mit Moritaten, Chansons, Kampfgesängen und Volksliedern dargestellt. Aber auch der Schauspieler, dessen hervorragende Darstellungskunst dokumentarisch seltener festgehalten wurde, kommt in Beispielen zu Wort (Azdak, Galilei).
 
Helmut Heinrich:
„Die Mutter“ (Gorki-Brecht-Eisler) mit Ernst Busch
Die Premiere von Bertolt Brechts Stück „Die Mutter“ fand am 10. Januar 1951 statt und wurde in dieser Besetzung bis 1957 gespielt (neben Helene Weigel und Ernst Busch als herausragenden Interpreten Erwin Geschonneck, Gerhard Bienert). Unter Verwendung von Szenenfotos und der auf Schellackplatten erhaltenen Original-Bühnenmusik von Hanns Eisler ist diese Vorführung so gestaltet, dass bei den Zuschauern der Eindruck entstehen kann, einer Aufführung im Berliner Ensemble in den 50er Jahren beizuwohnen.
 
Ernst Busch und das Berliner Kabarett
Eine Abendunterhaltung

Wir erleben einen Berliner Kabarettabend, wie er um 1931 in einer Berliner Arbeiterkneipe stattgefunden haben könnte. Dias und Schallplattenaufnahmen erzeugen eine Live-Atmosphäre. Neben Ernst Busch hören und sehen wir ihm geistig nahestehende Künstler: Erich Weinert, Erich Kästner, Claire Waldoff, Kurt Gerron, die Comedian Harmonists u.v.a.
 
In meinen alten Busch-Platten gekramt
Wenig Bekanntes aus dem Leben des großen Künstlers
 Am 12. August 1946 erhielt Ernst Busch von der Sowjetischen Militäradministration die Lizenz zur Gründung des Musikverlages „Lied der Zeit“. Wir hören Aufnahmen von Original-Schellack-Platten aus der Zeit von 1946 bis 1953.
 
Als wär’s ein Stück von mir – Ernst Busch in der Literatur
Lebensstationen von Ernst Busch – Bekanntes und weniger Bekanntes – Dias und alte Schellackplatten. Persönlichkeiten wie Carl Zuckmayer, Eva Busch, Bernhard und Hans-Peter Minetti, Klaus Kinski, Kurt Schwaen, Manfred Wekwerth und viele andere haben den Lebensweg von Ernst Busch gekreuzt oder für längere Zeit begleitet. Sie berichten über ihre persönlichen Erlebnisse und Eindrücke. Der Bogen spannt sich über Ernst Buschs Kieler Theaterzeit, sein Wirken in der Zeit der Weimarer Republik und im Exil bis zu seinem Schaffen in der DDR.
 
Ernst Busch und Erich Kästner
Eine Abendunterhaltung

Dieser Abend spürt einer Freundschaft in der Zeit der Weimarer Republik nach, berichtet über gemeinsame Arbeitsprojekte bei Rundfunk und Film, Kabarettabende, Begegnungen im Berlin der Nachkriegszeit. In einem im Oktober 1967 an Erich Kästner gerichteten Brief berichtet Ernst Busch über den Fortschritt bei der Produktion seiner Aurora-Schallplattenreihe: „Mit der großen Oktober-Platte sind wir fertig und jetzt geht es an den Kästner.... ich nehme an, Du wirst 10 Minuten davon mit Freuden übernehmen!“ Erich Kästner war gern dazu bereit und besprach zwei LP-Seiten mit seinen bekannten Epigrammen. Wir sehen Filmausschnitte aus „Die Koffer des Herrn O.F. “ – Text Erich Kästner, Gesang Ernst Busch – ein Film, der lange als in der Nazizeit vernichtet galt.

Die Liebe dauert oder dauert nicht
Das gemeinsame und getrennte Leben von Eva Busch und Ernst Busch Vortrag mit Bild und Ton
Wir hören Schellackplatten von Eva und Ernst Busch sowie Ausschnitte aus einer Rundfunksendung von 1945 und sehen einen Filmausschnitt aus dem Film „ Das Lied vom Leben“, in dem Eva und Ernst als Interpreten mitwirkten.

Ingrid Pietrzynski:
Ernst Busch und der Rundfunk
Busch war dem akustischen Medium Zeit seines Lebens eng verbunden. Er wirkte in Hörspielen mit, trat mir seinen Liedern auf und stellte eigene Sendungen zusammen. Während der Emigrationsjahre konnte er damit seinen Lebensunterhalt finanzieren, im Spanischen Bürgerkrieg trat er im Deutschen Freiheitssender auf. Gleich nach Kriegsende machte er Rundfunkaufnahmen im Berliner Rundfunk. Bald schon gab es mit dem DDR-Rundfunk Probleme, ein mehr oder weniger deutlich ausgesprochenes Sendeverbot für den Sänger begründete eine jahrzehntelange innige Feindschaft, die Busch pflegte. Wie der Rundfunk damit und mit Buschs Erbe nach seinem Tod umging, wird dargestellt.


Roger Reinsch:
Die Zukunft für Ernst Busch
Programm für Jugendliche

Erste Fragen: Wer war Ernst Busch? Muß man den kennen? Lohnt es, ihn zu kennen? n: Wie sah der aus, der so etwas gesungen hat? Wann lebte er? Ernst Buschs Lebensstationen. Wie er schon 1917 die Melodie zu Erich Mühsams Soldatenlied fand. Wie er Schauspieler wurde, wie er Sänger wurde. Busch in Filmen in den dreißiger Jahren. Busch in großen Rollen: Galilei, Azdak, Mephisto, Parteisekretär. Busch als Verfasser von Liedertexten, zum Beispiel im Spanischen Bürgerkrieg. Die Ernst-Busch-Chöre in Kiel und Berlin.



„Eure Träume gehen durch mein Lied“ – Ernst Busch einmal anders
 Ein Abend, der nachdenklich stimmt. Ernst Busch – ein vielseitiger Künstler, Sänger, Schauspieler, Textdichter und Komponist. Ernst Busch - ein stets politisch denkender Mensch voller Träume. Ernst Busch als Moritatensänger. Lieder nach Texten von Brecht, Wedekind. Ernst Busch als Kunstliedinterpret. Lieder von Paul Dessau, Ludwig van Beethoven. Ernst Busch als Schauspieler. Hörbeispiele aus Aufführungen des Mephisto, Egmont, Faust. Ernst Busch im Spanien von 1936.


Roger Reinsch und Sascha Schneider:
"...wird die ganze Welt zur Jaramafront"
Hoffen, Kämpfen, Unterliegen in Spanien 1936 – 1939 Ein musikalisch-literarischer-filmischer Nachklang der Interbrigaden von Ernst Busch, Paul Dessau bis Gundi Gundermann.