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Nümmes - Straßenrock aus Berlin

In einer kritischen Betrachtung der Ernst Busch Tage trat die Aufforderung hervor öffentlicher zu sein, auf den Straßen zu singen.
Als wir, Vertreter des Freundeskreises Ernst Busch, im November 2007 zur Gruppe Nümmes gingen, weil sie zu ihrem 25 jährigen Bestehen einlud, wir sie herzlich grüßten, ihnen eine CD mit Ernst-Busch-Gesängen schenkten, von der auch das heute so aktuelle Lied aus den fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts „Ami go home” zu hören war, da hatten wir die aktivsten Straßenrockmusikanten und -sänger Berlins kennen gelernt. Es war bei dem damals gegebenen Anlass zwar nicht auf der Straße, aber auf den Straßen Berlins haben wir sie dann immer wieder getroffen.


Foto: Ulrich Burchert

Bei allen Demonstrationen, die Frieden und soziale Gerechtigkeit forderten, waren sie so dabei, dass sie keiner überhören konnte. Also riefen wir sie zu uns, als wir am 6. Juni 2009 zum Gedenken an die Berliner Schauspielerin Steffi Spira am Haus Bonner Straße 9 eine Gedenktafel enthüllen konnten. Sie kamen und sangen laut genug, damit die Anwohner der Straße aufmerksam wurden und auch etwas davon hatten. Am 29. Mai beteiligten sie sich in Berlin-Hellersdorf mit einem mitreißenden Programm mit bekannten Liedern und vielen Eigenschöpfung. Sie sprachen Ermutigung aus, sich nicht unterkriegen zu lassen.


Foto: Ulrich Burchert

Auch 2011 ist die Gruppe Nümmes wieder auf den Straßen zu hören: Am 5.Januar am Potsdamer Platz mit einem Schwabenstreich in Berlin: „Stuttgart 21 – Nein!” Natürlich auch am 12. und 13. Februar in Dresden - unter der Losung „Dresden nazifrei!”. Naziaufmärsche durch Blockaden verhindern!
Zur Weltfrauenkonferenz Anfang März in Venezuela schufen sie das Lied:
Venezuela – die Frauen der Welt kommen,
Ein Netz zu knüpfen rund um die Welt,
Ein Netz, das Denken, Fühlen und Handeln
In jedem Sturm zusammenhält.
Sie sind eben ein Echo von Nachgeborenen, ein lautes. Danach hatten wir gesucht.


Nur wer den Blick hebt, kann die Sterne sehn!

1.Wir stecken mitten im Leben,
und dieses Leben ist hart.
Wir spüren die Erde beben,
und berühren uns zart.

Refr. Doch was wir täglich durchleben,
gibt uns auch die Kraft,
stolz den Kopf zu erheben.
Nur so wird Neues geschafft.
Nur wer den Blick hebt,
kann die Sterne sehn!
Nur wer den Blick hebt,
kann nach vorne gehen.

2. So wie der Hamster im Laufrad
drehn wir uns oft im Kreis.
Weil jeder mit sich zu tun hat.
So läuft das Laufrad heiß. / Refr.

3. Auf unserem Weg gibt es Steine,
doch wir wollen nicht zurück.
Wir gehen ihn nicht alleine.
Wir gehn ihn Stück für Stück. / Refr.