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Der Freundeskreis Ernst Busch e.V. widmet sich dem Vermächtnis von Ernst Busch (1900 - 1980), der einer der großen, international anerkannten deutschen Schauspieler und Sänger des 20. Jahrhunderts war. Busch engagierte sich mit seiner Kunst in den politischen und sozialen Kämpfen seiner Zeit. Die Tätigkeit des Freundeskreises richtet sich auf das Wachhalten und Weitertragen dieses Vermächtnisses, das insbesondere für die junge Generation bewahrt und erforscht werden soll. Ausdrücklich möchten wir unsere Besucher ermutigen, sich mit unseren Angeboten kritisch auseinander zu setzen, uns Fragen, Anregungen und Hinweise zu übermitteln und das beispielhafte und nicht widerspruchsfreie Schaffen und Leben des Künstlers kennen zu lernen. Unser Gästebuch steht dafür offen. Sie können auch unseren Newsletter mit aktuellen Meldungen und Mitteilungen beziehen.

Hier können Sie unseren aktuellen Flyer mit dem Veranstaltungsprogramm für die kommenden Monate herunterladen.
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Aktuelle Mitteilungen:
Gedenktafel für Steffie Spira


Sonnabend , den 6. Juni 2009 11 Uhr
in der Bonner Straße 9, 14197 Berlin-Wilmersdorf (U Breitenbachplatz)

"So, wie es ist, bleibt es nicht!" Dieses niemals veraltende Motto aus Brechts "Lob der Dialektik" könnte heute nicht aktueller sein. Vor 20 Jahren, auf der Alexanderplatz-Demonstration am 4.11.1989, zitierte die Schauspielerin Steffie Spira es, der DDR-Führung den Rücktritt empfehlend. Der Freundeskreis Ernst Busch e.V. hat die Gedenktafel durch eine Spendenaktion finanziert und lädt - in Kooperation mit KünstlerKolonie Berlin e.V. - zur Einweihung ein. Steffie Spiras und Ernst Buschs Stimmen werden erklingen. Live-Musik steuert die Straßenmusik-Gruppe Nümmes bei. MdB Luc Jochimsen sandte eine Grußadresse. Stadträtin Martina Schmiedhofer und Spiras Sohn Thomas Ruschin werden sprechen.
Pressemitteilung zur Einweihung der Gedenktafel  


Lob der Dialektik


Das Unrecht geht heute einher mit sicherem Schritt.
Die Unterdrücker richten sich ein auf zehntausend Jahre.
Die Gewalt versichert: So, wie es ist, bleibt es.
Keine Stimme ertönt außer der Stimme der Herrschenden
Und auf den Märkten sagt die Ausbeutung laut: Jetzt beginne ich erst.
Aber von den Unterdrückten sagen viele jetzt:
Was wir wollen, geht niemals.

Wer noch lebt, sage nicht: niemals!
Das Sichere ist nicht sicher.
So, wie es ist, bleibt es nicht.
Wenn die Herrschenden gesprochen haben
Werden die Beherrschten sprechen.
Wer wagt zu sagen: niemals?
An wem liegt es, wenn die Unterdrückung bleibt? An uns.
An wem liegt es, wenn sie zerbrochen wird? Ebenfalls an uns.
Wer niedergeschlagen wird, der erhebe sich!
Wer verloren ist, kämpfe!
Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?
Denn die Besiegten von heute sind die Sieger von morgen
Und aus Niemals wird: Heute noch!


Bertolt Brecht



Ernst Busch als Galilei


Und Außerdem: Ernst Busch Festival 2010 - Wenn Du mitmachen willst, dann schreibe uns!

ernst-busch-freunde@web.de

Informationsblatt zum Festival